Stubenabend mit Holger Birnbräuer, 13. September


Freitag, 13. September 2019 um 19:00 Uhr in der Heimatstube Michelbach


Stubenabend beim Heimatverein Michelbach, Freitag 13. September mit Bergsteiger Holger Birnbräuer
und seiner Besteigung des höchsten Berges im Himalya den Mount Everest

Bergsteigen bedeutet, sich die richtigen Ziele zu setzen, diese nachhaltig zu verfolgen, Erfolge zu feiern, Misserfolge so zu nutzen, dass diese zu zukünftigen Erfolgen beitragen werden und auch in schwierigen Situationen die richtigen Entscheidungen zu treffen. Beim Bergsteigen bewältige ich diese Herausforderungen erfolgreich unter anderem durch die Arbeit mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und Modellen aus der Psychologie. Nach dem Abitur am Markgraf- Ludwig-Gymnasium , Studium Lehramt Grund- und Hauptschule , Pädagogische Hochschule in Karlsruhe. Übernahme Lehrauftrag Mathematik am Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte in Freudenstadt. Seit 2016 stellvertretender Leiter des Seminars für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte in Freudenstadt. Bergsteigerischer Werdegang: Mit den Bergen ist er schon recht früh in Berührung gekommen: Mit neun Jahren nahm er das erste Mal am Wander-Ferienlager der KJG St. Josef in Baden-Baden teil. Sechs weitere Jahre sollte dies das Highlight meiner Sommerferien sein. Die Ferienlager führten ihn jeweils in die Schweiz nach Gsteig, Unterschechen, Bister bzw. Rhona und somit auf seine ersten, wenn auch eher niedrigen Gipfel. Danach haben ihn die Berge nicht mehr losgelassen und im Jahr 2002 bestieg er mit dem Alphubel seinen ersten 4000er. Der erste Wunsch noch höhere Berge zu besteigen entstand schließlich auf der Tour zum Rimpfischhorn 2004 mit seinem Bruder: Als sie Abends in der Hütte saßen zeigte ein Bergführer des Österreichischen Alpenvereins seiner Gruppe ein Werbevideo für eine Alpenvereinstour auf den Kilimanjaro. Das sah alles sehr toll aus und seither war es sein Traum, das irgendwann mal zu versuchen. Die Möglichkeit, diesen Traum zu erfüllen ergab sich im Winter 2008/2009. Am 3.1.2009 stand er schließlich auf dem höchsten Gipfel Afrikas. Im Sommer 2009 folgte mit dem Elbrus der zweite 5000er und der höchste Gipfel Europas. Im Mai 2010 durfte ich er einen seiner bisher schönsten Bergerfolge verbuchen: am 29.5.2010 konnte er mit vier Bergkameraden den Gipfel des Denali (Mt. McKinley, 6194 m) erreichen. Mit dem Aconcagua im Januar 2011 hat er seinen vierten der „Seven Summits“ erreicht. 2013 konnte er seinen ersten 8000er besteigen, den 8201 m hohen Cho Oyu auf der Grenze zwischen Tibet und Nepal im Himalya. Eine traumhafte und perfekt verlaufene Expedition zum sechsthöchsten Berg der Erde. Nachdem das Erdbeben in Nepal 2015 auch das Ende für unsere Everest-Expedition bedeutete, nahm er im Frühjahr 2017 einen neuen und erfolgreichen Anlauf am höchsten Berg Asiens. Am 27.05.2017 um 5.05 Uhr nepalesischer Zeit erreichte er den höchsten Gipfel der Erde unter Zuhilfenahme von Flaschensauerstoff. Ein wunderschöner Erfolg, aber auf Grund des Sauerstoffs sportlich natürlich nicht so hoch zu bewerten wie der Erfolg am Cho Oyu. Über all diese Erfahrungen berichtet er mit Aufnahmen bei dem Stubenabend in Michelbach. Freue mich auf den Erstbesuch beim Heimatverein.

Der Stubenabend ist zwischenzeitlich schon ausgebucht.